Erstkommunion

 

Terminäderung der Erstkommunion

Liebe Erstkommunionkinder, liebe Eltern,

wie Sie bestimmt bereits aus den Medien entnommen haben, dürfen seit dem 4. Mai wieder Gottesdienste stattfinden, allerdings unter bestimmten Auflagen. 

Das Dekanat Passau hat sich, aufgrund der aktuellen Situation, dazu entschieden, in diesem Schuljahr die Feiern der Erstkommunion abzusagen und diese im neuen Schuljahr nachzuholen. Das heißt, dass auch unser erster Ersatztermin im Juni leider nicht stattfinden.

Wir finden, dass die Erstkommunion wirklich eine schöne Feier für die Kinder sein soll, an die sie sich gerne und lange zurückerinnern und ein Gottesdienst unter diesen Auflagen kommt der Atmosphäre einer Feier bestimmt nicht nahe. Selbst wenn wir die Kommuniongruppe teilen, dürfen in unsere Kirche max. 50 Personen, das heißt jedes Kind könnte höchstens 4 Personen mitbringen, außerdem müsste der Abstand von 2m zwischen allen Personen eingehalten werden, auch die Mund-Nase-Bedeckung während der Feier wäre Pflicht, Chorgesang dürfte nicht stattfinden und die Mitgestaltung der Kinder beim Gottesdienst (Lesen und Ähnliches) ist fragwürdig.

Dennoch liegen uns die Kinder sehr am Herzen und wir wollen sie eigentlich nicht zu lange warten lassen, da sie sich jetzt schon so intensiv und lange auf diesen einen Tag vorbereitet haben, aber andererseits kann uns keiner sagen, wie lange diese Auflagen noch zu beachten sind.

So wagen wir aber den nächsten Schritt und legen den neuen Termin für die Erstkommunion auf den 18. Oktober 2020. Allerdings steht auch dieser Termin nur mit einem Fragezeichen und wir würden  Anfang/Mitte September nochmals entscheiden, ob eine Verlegung auf Mai 2021 nicht doch sinnvoller wäre.

Uns tut es Leid, dass wir immer nur in kleinen Schritten planen und Ihnen Auskunft geben können. Uns ist durchaus bewusst, dass sie für die Planung des Tages auch eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, aber aktuell hängt eine sinnvolle und stabile Planung wahrscheinlich in allen Bereichen etwas in der Luft.

Wir hoffen, dass Sie unsere Gedanken nachvollziehen und verstehen können. Leider beeinträchtigt auch uns die aktuelle Situation und die vorgegebenen Vorlagen sind für uns unumgänglich.

Aber wir hoffen dennoch, dass wir eine Lösung finden, die für alle zufriedenstellend ist.

Unsere Bitte an Sie wäre, die Situation in der Familie, vorallem mit ihren Kindern, zu besprechen und zu erklären.

Aus dem Pfarrhof der Innstadt grüßt Sie Pfarrer Pater Mirko, Kaplan Pater Benjamin und Julia Weidinger. Bitte richten Sie auch Ihren Kindern viele liebe Grüße von uns aus.”

 

Julia Weidinger

Gemeindereferentin Pfarrverband Passau-Altstadt und Passau-Innstadt

 

Segne uns Vater,
damit wir ein Segen sind
und unsere Hoffnung auch im Alltag leben.

Segne uns Vater,
damit wir ein Segen sind
und miteinander großherzig und friedvoll umgehen.

Segne uns Vater,
damit wir ein Segen sind
und aufrichtig und bescheiden in dieser Welt auftreten.

Segne uns Vater,
damit wir ein Segen sind
und mutig unsere Verantwortung annehmen.

 

 

Info für Eltern

Beten mit Kindern

Erich Jooß: “Kinder haben ein großes Schutz- und Geborgenheitsbedürfnis. Gott gibt ihnen diese Geborgenheit. Er ist den Kindern nahe und hört ihnen zu. Er nimmt teil an ihrem Glück wie an ihrem Unglück, er weint mit ihnen und der lacht mit ihnen. Deshalb können sie ihm alles erzählen ihn ihren Gebeten. ‘Gott, ich brauche dich. Gott, ich vertraue dir’. Das ist, in zwei Sätzen, die zentrale kindliche Glaubenserfahrung. Zu den religiösen Grunderfahrungen gehört freilich auch jene der Verlassenheit. Auch Kinder dürfen und sollen in ihren Gebeten nach dem verborgenen Gott fragen. So lernen sie früh, dass Gott – wie vieles in ihrem Leben – ein Geheimnis bleibt und nie vollständig erfasst und begriffen werden kann.”

Erich Jooß: Kinder sollten in festen Formen beten, also vor allem die großen Traditionsgebete des Christentums kennen, und sie sollten gleichzeitig das freie Sprechen mit Gott einüben. Beides gehört zusammen; beide Arten des Betens stehen gleichberechtigt nebeneinander. Im Gebet der Kinder hat grundsätzlich alles Platz, was zu ihrem Leben gehört. Wichtig ist dabei, dass die Gebete nicht zu egoistisch werden – neben die Bitten für das eigene Leben sollten darum die Fürbitten für andere Menschen treten. Auch der Dank und der Lobpreis müssen ihren Platz im Gebet bekommen. Und hoffentlich die Träume der Kinder, ihr Staunen, das zu Gott führt.

Erich Jooß: Gemeinsames Beten in der Familie schafft erst die Voraussetzung dafür, dass sich Kinder eines Tages selbständig an Gott wenden. Der Glaube braucht, damit er in den Kindern wachsen kann, das Zeugnis der Eltern. Im gemeinsamen Beten erleben die Kinder, dass Gott auch für die Erwachsenen wichtig ist. So werden sie ihn später nicht einfach als unnütz in die Rumpelkammer ihrer Erinnerungen abschieben. Das gemeinsame Beten erfordert ebenso wie das individuelle Gebet eine Atmosphäre der Sammlung, der Konzentration. Jede Gebetserziehung wäre unvollständig, wenn sie nicht auch das Stillwerden und im Stillwerden das Hören auf Gott lehren würde. Kinder spüren auf diese Weise, dass das Schweigen manchmal weiter (und tiefer) reicht als das Reden.

Erich Jooß: Zu jeder Zeit und zu bestimmten Zeiten. Als kurzes, einfaches Gebet (ob Hilferuf oder Dank) zwischendurch und als gemeinsame Besinnung im Tagenrhythmus: morgens, mittags, abends. Besonders eignet sich dafür natürlich der Abend. Dann sind die Kinder empfänglicher für die leisen Töne und die innere Melodie der Gebete. Dann haben sie auch genügend Abstand zu den (guten, bösen) Erfahrungen des Tages und können darüber mit Gott sprechen. Außerdem gibt das Abendgebet die notwendige Ruhe und vermag die Schrecken der Dunkelheit zu bannen, von denen Kinder so häufig heimgesucht werden.

Bedeutung der Erstkommunion

Die Erstkommunionvorbereitung beinhaltet die Vorbereitung auf zwei Sakramente: Auf das Sakrament der Versöhnung – die Beichte, und auf die erste heilige Kommunion – das Sakrament der Eucharistie.

Bei der ersten heiligen Kommunion macht ein Kind nach der Taufe einen zweiten wichtigen Schritt hinein in die Gemeinschaft der Kirche. Schon in der Vorbereitungszeit kann es diese Gemeinschaft der Kirche durch das Mittun in den Vorbereitungsstunden und das Mitfeiern der Gottesdienste mit den anderen erleben. Nach der Erstkommunion kann das Kind bei jedem weiteren Gottesdienst so wie die Erwachsenen die heilige Kommunion empfangen. Die Vorbereitung auf die Erstkommunion hat daher für die ganze Familie eine wichtige Bedeutung: Wenn die Familie auch nach der Erstkommunion immer wieder an Gottesdiensten teilnimmt, kann das Kind schrittweise weiter in diese Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen. Die Vorbereitungszeit in der Pfarrei kann nur unterstützend verstanden werden. Vor allem ist es die Familie, die das Kind zur Kommunion und Versöhnung hinführen und in ein christliches Leben weiterführen soll.

Auch Kinder, die noch nicht bei der Erstkommunion waren, können bei einer Messfeier zur Kommunionspendung mit nach vorne kommen, sie erhalten ein Kreuz auf die Stirne.

Ablauf und Inhalte der Erstkommunionvorbereitung

 Ablauf der Erstkommunionvorbereitung

Die Vorbereitung auf die Feier der Erstkommunion findet in fortlaufenden Treffen statt, die im Frühjahr beginnen und das halbe Jahr bis zur Feier der Erstkommunion dauern. Der Vorbereitungskurs wird in zwei Varianten angeboten: Bei der einen Kursvariante finden die Treffen fortlaufend an einem Nachmittag unter der Woche statt. Bei der anderen Kursvariante finden die Treffen als der Religionsunterricht in der Schule.

Auf diesem Vorbereitungsweg gibt’s noch ein paar Gottesdienste, in denen das Erstkommunionkind Gegenstände geschenkt bekommt, die die Verbundenheit mit Christus noch enger machen.

Die genauen Termine werden auf einem Blatt bekannt gegeben. Die Eltern der Kinder werden durch zwei Elternabende, aber auch durch das Mitfeiern einiger bestimmter Gottesdienste einbezogen, bzw. erhalten immer wieder Informationen durch Elternbriefe (e-Mail). Bei der Kursvariante unter der Woche werden die Kinder von einigen Tischmüttern (-vätern) begleitet.

Inhalte der Erstkommunionvorbereitung

Folgende Themenblöcke werden in der Vorbereitungszeit behandelt werden:

Gemeinschaft: Gleich zu Beginn sollen die Kinder erfahren, dass alle zusammengehören und eine lebendige Gemeinschaft bilden. Daher werden wir auch Gruppenkerzen basteln. Diese wird in die Mitte vor den Altar gestellt.

Kirchenjahr: Wir laden die Kinder ein, an den Festen des Kirchenjahres teilzunehmen und so den Ablauf des Kirchenjahres bewusst zu erleben. Viele Feiern wie etwa den Advent, das Krippenspiel oder die Kinderkreuzwegandacht in der Fastenzeit. Sie sind altersgerecht gestaltet und laden die Kinder zum Mittun und Mitfeiern ein.

Taufe: Gemeinsam erinnern wir uns an den Tag, an dem unsere Freundschaft mit Gott begonnen hat, den Tag unserer Taufe.

Erstbeichte: Wir werden uns im Laufe der Vorbereitungszeit damit auseinandersetzen, was Versöhnung bedeutet und wie Versöhnung stattfinden kann. In einer der Stunden wird es die erste Beichte mit einem anschließenden Versöhnungsfest geben.

Eucharistie: Die Kinder hören vom letzten Abendmahl Jesu und seiner Bedeutung für die Eucharistiefeier. Sie lernen die Eucharistiefeier als ein Geschehen kennen, in der sie mit Jesus auf besondere Weise verbunden sind, das sie jedoch nur mit dem Glauben erfassen können.

Wer zur Erstkommunion geht, der sollte sich auch in seiner Pfarrkirche gut auskennen und die Mess-Antworten können. Im Laufe des Kurses werden wir daher auch die verschiedenen Gegenstände in der Kirche kennen lernen und erfahren, wozu man sie benötigt. Die Mess-Antworten wie auch den Ablauf der Hl. Messe in Grundzügen werden wir in den Stunden durchnehmen.

Es besteht die Möglichkeit, Ministrant/ Ministrantin zu werden. Zu dieser Entscheidung laden wir Ihre Kinder recht herzlich ein.

Eine schöne und gesegnete Vorbereitungszeit auf die Erstkommunion für Sie und besonders Ihr Kind.

Motto: Mit Jesus in einem Boot

Termine:

Erstbeichte:
Wallfahrtskirche Mariahilf, Donnerstag 26.03.2020 um 16.00 Uhr

Erstkommunionfeier
in der Pfarrkirche St. Gertraud – Sonntag, 03.05.2020 um 10.00 Uhr.

Dankandacht
in der Wallfahrtskirche Mariahilf – Sonntag, 03.05.2020 um 17.30 Uhr

 

 

 

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