Einführung des neuen Pfarradministrators Pater Jakob in der Innstadtpfarrei

Am vergangenen Sonntag wurde in einem feierlichen Gottesdienst der neue Pfarradministrator der Innstadtpfarrei Pater Jakob Zarzycki  durch Dekan Dr. Michael Bär in sein Amt eingeführt.

Zu Beginn begrüßte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei, Frau Michaela Bloch im Namen der gesamten Pfarrgemeinde am Kirchenportal den neuen Priester. Dr. Bär übergab in einem feierlichen Akt die Schlüssel der Pfarrkirche. Dieser solle dazu dienen, die Pforte der Kirche, aber auch die Herzen der Menschen zu öffnen, so der Wunsch des Dekans.

Nach dem feierlichen Einzug in die Kirche erfolgte die Vorstellung des neuen Pfarrers für die Pfarrangehörigen: Pater Jakob wurde 1974 in Warschau geboren, mit 20 Jahren trat er in den Paulinerorden in Tschenstochau ein. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2000 übernahm er eine Kaplanstelle in Polen, dann wurde er vom Generaloberen in die Deutsche Provinz der Pauliner nach Mainburg geschickt. Danach folgten Stationen im Schwarzwald und in der Holledau. Im September 2009 wurde er zum ersten Mal Pfarradministrator in der Innstadtpfarrei. 2016 löste Pater Mirko ihn in der Innstadt ab, sein Weg führte ihn weiter nach Gartlberg. Im letzten Jahr übernahm er den Pfarrverband Schönau mit 4 Pfarreien. Da durch den Fortgang der Brüder Samariter aus Altötting die Pauliner nun diese Lücke füllen, wurde eine Umbesetzung nötig. Pater Jakob kehrt also somit an eine alte Wirkungsstätte zurück, Er ist als Pfarradministrator für die Innstadtpfarrei beauftragt, gleichzeitig übernimmt er die Leitung des Paulinerklosters auf dem Mariahilfberg, ist Rektor der Wallfahrt und Präses der Marianischen Bürgerkongregation. Zudem fungiert er als stellvertretender Provinial der Dt. Provinz der Pauliner. In der Seelsorge unterstützen ihn Pater Thomas und Spigniew. 

In seiner Predigt erzählte Dr. Bär von einer für ihn unvergessenen Begegnung im Jahr 2013 als der Inn massiv über die Ufer getreten und große Schäden in der Pfarrei angerichtet hatte. Pater Jakob war damals durch die zerstörte Lederergasse von Haus zu Haus gegangen. In seiner Hand war ein Bündel Geldscheine und ohne viel Aufhebens hat er den Betroffenen eine spürbare Unterstützung in die Hand gedrückt. Schon damals konnte man ihn als einen Mann der tätigen Nächstenliebe erleben. Am heutigen Caritassonntag erinnerte der Dekan daran, dass  die Caritas  zu den Grundaufgaben der Kirche gehöre,  der Pater sei nun wieder als „Seelen-Sorger“ unterwegs. Als solcher helfe er den Menschen bei der Gottsuche. Gerade die Feier der Liturgie, besonders der Eucharistie gehöre dabei zu seinen Aufgaben so Michael Bär. In Anlehnung an das Sonntagsevangelium reihe sich der Priester nun als Arbeiter in den Weinberg ein, die der Herr ruft. Dabei nicht auf die Uhr zu schauen und die Arbeitszeit zu rechnen, sei ebenso wichtig, wie Zeiten der Erholung und gerechten Entlohnung so der Dekan. Anschließend drücke er seine Freude aus, dass den Pfarrer der Weg erneut in die Innstadtpfarrei geführt habe, und verband die Hoffnung damit, dass er lange bleiben möge. 

In einem feierlichen Akt überreichte Dekan Dr. Michael Bär an Pater Jakob die von Bischof Dr. Stefan Oster ausgestellte Ernennungsurkunde. 

Mit dem „Ich bin bereit“ erneuerte der Pater sein Weiheversprechen, und versprach, mit allen Pfarrangehörigen vertrauensvoll und wertschätzend zusammenzuarbeiten.

Priestersitz, Ambo und Altar wurden als Wirkungsstätte dem neuen Pfarrer anvertraut. Stellvertretend für die ganze Pfarrgemeinde kamen Vertreter der Vereine und Verbände nach vorne  zum Altar und begrüßen den neuen Pfarrer per Handschlag. 

Am Ende des Gottesdienstes dankte Pater Jakob für die Offenheit und Herzlichkeit –  wovon viele strahlende Gesichter zeugten,  mit der er heute wie vor 14 Jahren als neuer und doch alter Pfarrer angenommen werde. Er sehe sich als Administrator des Pfarrverbandes Innstadt / Mariahilf nicht als gebieterischer Alleinherrscher. Vielmehr wolle er mit den Gläubigen vor Ort Kirche sein. Jedes große Schiff, und so betrachte er den Pfarrverband  brauche einen Kapitän. Zusammen mit den Haupt- und Ehrenamtlichen wolle er das Ruder fest halten. Er bat alle Pfarrangehörigen um konstruktive und verständnisvolle Zusammenarbeit.

Im Anschluss dankte der Geistliche allen, die am Gottesdienst teilgenommen und ihn zu einer würdigen Feier gemacht hatten. Sein Dank ging an Dekan Michael Bär für die Einführung, an Oberbürgermeister Jürgen Dupper für sein Kommen, an den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung, an die Fahnenabordnungen, an die Mitglieder des Frauenbundes, des Trachtenvereins, das Team des Kindergartens, der Feuerwehr, und den Männerchor sowie allen Anwesenden für die Mitfeier. Besonderer Dank ging an die Mesnerin, die Ministranten, die Lektoren und Kommunionhelfer die einen besonderen Dienst übernommen hatten, sowie an den Kinder- und Elternchor unter der Leitung von Heidrun Berger-Asen und Birgit Hüsken sowie den Kirchenchor unter der Leitung von Maximilian Jäger, die dem Gottesdienst musikalisch gestalteten.

Nach dem „Te Deum“ zogen die Pfarrangehöigen mit ihrem neuen Pfarrer auf den Kirchenplatz, wo bei einem Stehempfang die Möglichkeit des besseren Kennenlernens bestand.

Mai 2024

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