Günter Zahn – Fackelläufer bei Olympia 72

Das “Zusammentreffen” der Innstadtpfarrei hatte am vergangenen Mittwoch “berühmten” Besuch. Günter Zahn berichtete in einem interessanten Bildervortrag von den Ereignissen und seinen Erlebnissen rund um Olympia 72 in München. Man stelle sich folgende Situation vor: Es war Juli 1972 und vier Wochen vor den Olympischen Spielen in München. Günter Zahn, ein junger Mann, gebürtig aus Obernzell, ein hervorragender Läufer, gewinnt in Bielefeld den 1500 m Lauf und wird deutscher Jugendmeister. Ein toller Erfolg für den jungen Mann. Dann passierte etwas Unvorhergesehenes: Direkt nach der Siegerehrung treten drei ihm unbekannte Männer an ihn heran. Eigentlich hatte er sich darauf gefreut mit seinen Läuferkollegen den Sieg zu feiern. Die Frage mit der er jetzt konfrontiert wurde, war ungewöhnlich. Ob er sich vorstellen könnte als Fackelläufer bei Olympia 72 in München dabei zu sein? Glücklicherweise ist Günter ein spontaner offener Mensch und bejaht die Frage. Kaum vorstellbar, wenn er den Herren eine Absage erteilt hätte. Von nun an, nahm alles seinen Gang. Voller Ehrfurcht erzählt er von seinem Treffen mit Willi Daume, dem damaligen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, der ihn zum Endläufer bestimmte, der das olympische Feuer entzünden sollte. Er erzählt von dem Training, das er absolvierte um auch ja in einer ganz bestimmten Zeit durchs Olympiastadion zu laufen, es die lange steile Treppe mit 162 Stufen hoch zu schaffen, ohne zu stolpern, um in genau dem richtigen Moment das Feuer zu entzünden. Die Pfarrei erfuhr noch viele Geschehnisse und Daten von den olympischen Spielen. Manche konnten sich noch sehr gut an die Ereignisse erinnern. Als Krönung des Nachmittags, präsentierte uns Günter Zahn die Original Fackel, mit der er damals das Feuer entzündete. Der Pfarrgemeinderat mit Pater Mirko bedankte sich herzlich bei Günter Zahn für den lebendigen Nachmittag.

Juni 2024

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